Archiv | Fußball RSS für diesen Bereich

Anmerkungen am Freitag.

> Langsam werde ich zum echten Stuttgarter, denn nicht mehr jeder vorbeifahrende Porsche führt zu Halsverrenkungen und selbst der Prototyp des neuen Porsche Cayman, der durch den Innenstadtverkehr zuckelt, erntet nur Schulterzucken.

> Nicht nur die Topografie Stuttgarts taugt nicht zum Radfahren, nein, es gibt auch überhaupt keine Radwege. Zumindest habe ich bisher noch keine entdeckt.

> Funktionierende Steckdosen werden überbewertet. Ich kann doch einfach Verlängerungskabel durch die ganze Wohnung ziehen.

> “Der Techniker zur Freischaltung Ihres DSL-Anschlusses kommt am 19.03.12 in der Zeit zwischen 8.00 und 16.00 Uhr zu Ihnen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie in dieser Zeit zu Hause sind.” Grmml.

> Durch die Gesellschaft/die Medien/den gesunden Menschenverstand wird der moderne Mann gezwungen, sich morgens allerhand Cremes, Gels und Wässerchen auf den Körper zu klatschen. Um diese adäquat aufzubewahren, bin ich zu Ikea gefahren und wollte mir einen Badschrank kaufen. Heimgekommen bin mit Servietten und Plastikdosen.

> VfB vs. Glubb wird wahrscheinlich mein erstes Bundesligaspiel ohne Bayernbeteiligung seit HSV vs. 1860 im Jahr 2000. (Martin Max ftw!)

Das Stadion.

Kleiner Ausflug nach Fröttmaning.

AUSWÄRTSunentschieden.

Ich mag es, wenn ich mit der U-Bahn zu Auswärtsspielen fahren kann. Sehr sogar.

Immer das Gleiche….

…sowohl hier als auch dort.

Man könnte ja glatt glauben, dass schon vor meinen (zu) seltenen Besuchen im heimischen Stadion das Ergebnis feststünde, gingen doch die letzten drei Partien allesamt 1:1 aus.

Im Dezember gegen 60, 1:1, Ausgleich in der 90. Minute.
Im Januar gegen Duisburg, 1:1, Ausgleich in der 86. Minute.
Am Freitag gegen Hertha, 1:1, Ausgleich in der 86. Minute.

Und nur einmal konnte ich mit dem Ergebnis zufrieden sein, obwohl diesmal sogar ein Elfmeter verschossen wurde.

———
Dies ist ein Beitrag aus der Reihe Blogfasten.

Die Joggingbehosten

Heute am Stachus werde ich von einem Fan von Inter Mailand angesprochen:

Excuse me, where is the HB pub?
The HB pub?
Yes!
Um, do you mean the Hofbräuhaus?
Yes!
It’s…

Auswärtsspiele italienischer Mannschaften in Monaco di Baviera sind immer wieder ein Highlight, sorgen die Tifosi doch für gute Stimmung in der U6 und steigende Sonnenbrillen- und Jogginghosenquote auf dem Marienplatz. Wenn sie doch nur das bayerische Bier besser vertragen würden…
——–
Dies ist ein Beitrag aus der Reihe Blogfasten.

Heimat vs. Wohnort

Heute ein Beitrag aus der Reihe: Mein Blog muss männlicher werden!

Es gab ja mal eine Zeit, da wäre ich bei diesen Temperaturen ins Stadion direkt neben meinem Gymnasium gepilgert. Das hatte zwar keinen Rasen, aber dafür eine schöne Eisfläche. Es pfiff der Wind und die Zuschauer waren dick eingepackt. Man spielte gegen Mannschaften aus Bad Tölz, Garmisch und Regensburg. Der Stadionsprecher hatte Probleme beim Aussprechen der Spielernamen, da viele aus Kanada kamen und er kein Englisch konnte. Die Kanadier hingegen konnten kein Deutsch, ließen aber die Bande ordentlich krachen. Das gefiel uns. Es tropfte das Tauwasser von der Decke, wenn wir mit dem Schulsport dort unsere Runden drehten. Am Wochenenden, zu den Heimspielen, wurden die Wunderkerzen ausgepackt und allerhand Schmählieder auf den Gegner gesungen. Die Gegner aus dem äußersten Süden Bayerns, v.a. aus Otti Fischers Bullenstadt, wurden pauschal als Österreicher bezeichnet, was als ganz schlimme Beleidigung in Bayern zu gelten hat. Für die meisten Lieder davon bekäme man ganz sicher keinen Grimmepreis und für manche sollte man sich heute schämen, aber das war uns egal.

Irgendwann ist man dann in die höchste deutsche Liga aufgestiegen, spielt seitdem in einer modernen Multifunktionsarena, die nach dem Elektronikmarkt benannt ist, der selbst wie ein Planet heißt. Die Gegner kommen mittlerweile aus Berlin, Köln und Hamburg. Das ganze ist fad, steril und austauschbar geworden. Die Wunderkerzen sind verboten, der Schal dient nicht mehr als Halswärmer, sondern als Statement. Wo man sich früher strecken musste um die Anzeigetafel zu erahnen, hängt heute ein Videowürfel, auf dem Werbung eingeblendet wird. Mit anderen Worten: ich war das letzte Mal zu meiner Zivildienstzeit in einem Eishockeyspiel.

Gut, dass man mittlerweile wieder die Möglichkeit bekommt sich der Witterung auszusetzen und erwachsenen Männern beim Schwitzen zuzusehen. Während man die Schneeflocken auf ihrem Weg auf den grünen Rasen beobachtet, erübrigen sich Schmähungen des Gegners, dieser ist mit sich selbst genug gestraft. In der 90. Minute landet der Ball auch noch im verkehrten Tor. So ein Mist, doch nur Unentschieden zwischen Heimat und Wohnort. Man schiebt die Schuld auf den unglücklichen Torwart oder auf den unfähigen Schiedsrichter. Insgeheim freut man sich über die Emotionen, die man hier ausleben kann: das Fluchen, das Jubeln, das Meckern, das Hüpfen, das Kopfschütteln, das Lachen. Gleichzeitig hofft man, dass nächstes Jahr alles besser wird. Wird es aber nicht, es bleibt wie es ist. Und das ist ja gerade das Schöne!

Weisheit #11

Wir müssen jetzt eine Serie starten, um Punkte aufzuholen. Das ist so wahr wie eine Kuh.

Bayern-Trainer Louis von Gaal vor dem Spiel heute auf Schalke. Es handelt sich wohl um ein holländisches Sprichwort.

Kata(r)strophe

1 Mio. Einwohner auf der Fläche von 180 x 80 km. Dazu 50°C und hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer. Fahrten mit klimatisierten Bussen von klimatisierten Hotels in klimatisierte Stadien(!), die extra für die WM errichtet und später wieder abgebaut werden. Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Ich weiß ja nicht was sich Sepps korrupte Rentnerbande dabei wieder gedacht hat, aber es wird wohl mit den Erdgasmilliarden Katars zusammenhängen. Außerdem möchte der FIFA-Chef ja irgendwann de Friedensnobelpreis, da kommt so eine Vergabe nach Arabien bestimmt gut an. Man hätte es sich ja einfach und fanfreundlich machen können und die WM 2022 an die USA vergeben können, wo jetzt schon an jeder Straßenecke ein modernes 80 000 Zuschauer fassendes Stadion steht. Aber dann wären die Taschen und der Vitrinenschrank wahrscheinlich leer geblieben.

Genereller Lesetipp zu diesem Thema: der Blog von Jens Weinreich, einem Journalisten, der sich intensiv mit  den Machtstrukturen internationaler Sportverbände befasst.

Tausend Chancen. Ein Tor.

Hier steht der Blogautor.

Tausend Chancen.
Ein Tor.
Minus 2 Grad.
Zehn erfrorene Zehen.
Viele Berliner.
Viermal Aluminium.
Kein Glühwein.
Auch keine fünf Bier.
Ein Bericht.
Drei Punkte.
Einmal Zwiebelprinzip.
Zwei Auferstehungen.
Oft Fremdschämen.
Ein Anfang.

Krisenretter

Mario Gomez schießt die Bayern mit drei Toren aus der Krise.

Ich hab ja immer zu ihm gehalten *husträusper*

 

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 29 other followers