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Ohne Sprossen.

Humor hat das Studentenwerk ja, das muss man ihnen lassen.

Beobachtungen eines U-Bahnfahrers (8)

“Krass, dass jetzt jeder ein Buch liest!”
“Ja, voll, aber ich komm nicht richtig voran.”
“Warum nicht? Ist es so langweilig?”
“Nein, das nicht, aber ich lese nur in der U-Bahn. Daheim schau’ ich bloß Fernsehen.”

Ach, immer diese Studenten. Kommt doch eh nichts mehr interessantes im deutschen Fernsehen…

Beobachtungen eines U-Bahnfahrers (6)

Wer meinen Elefanten nicht kennt, kennt mich nicht.

Ich sitze heute Nachmittag in der U-Bahn auf dem Weg zu meiner (hoffentlich) letzten Uniprüfung ever. Da werde ich plötzlich von links von zwei kleinen Kindern angesprochen. Ob ich etwas in ihr Buch zeichnen könnte. Da hätten schon ganz viele reingemalt und ich soll einfach spontan etwas kritzeln. Ich muss gestehen, ich bin kein großer Zeichenkünstler. Also male ich ihnen meinen Elefanten ins Buch. Das ist nämlich so ziemlich das Einzige, was ich zeichnen kann und das dann auch sofort erkannt wird. Die Kids scheinen mit meinem Schaffen zufrieden zu sein und ich bin es auch.

Wer meinen Elefanten nicht kennt, kennt mich nicht.
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Dies ist ein Beitrag aus der Reihe Blogfasten.

Eiskalt rausgeprüft

Die Zeit befasst sich in ihrem Artikel Eiskalt rausgeprüft mit der Studiensituation in den Ingenieurswissenschaften und im speziellen mit den hohen Abbrecherquoten. Wie man vielleicht in der Vergangenheit herauslesen konnte, bin ich ebenfalls auf diesem Gebiet unterwegs. Und auf meinem Blog habe ich ja Gottseidank die Möglichkeit subjektiv, aber dafür unfundiert meine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Der Titel des Artikels trifft den Punkt meiner Meinung nach nicht, denn die Studenten werden nicht durch die fiesen Professoren, die mit den Klausuren eh nur wenig zu tun haben, oder Dozenten absichtlich rausgeprüft, sondern man scheitert in der Regel an den hohen Anforderungen bzw. am eigenen Unvermögen. Und da spreche ich aus Erfahrung. Sicherlich trägt eine unmotivierte und schlechte Lehre dazu bei, dass die Durchfallquoten hoch bleiben. Wie ich das in den letzten Jahren allerdings mitbekommen habe, hat v.a. die Einführung von Studiengebühren für ein besseres Betreuungsangebot für die Studenten gesorgt, so dass man eigentlich alles von den Dozenten oder Tutoren erklärt bekommt bis die Verständnisprobleme beseitigt wurden. Zumindest auf diesem Gebiet scheint es Verbesserungen zu geben.

Das Problem liegt bei vielen Klausuren eher darin, dass dort ein großer Unterschied zwischen der möglicher Leistung eines Studenten und der von den Dozenten erwarteten Leistung besteht. Die meisten Lehrenden können zudem gar nicht einschätzen, inwieweit ihre Lehre auch zum Verständnis des Stoffes beigetragen hat. Diese Diskrepanz führt dann zu den typischen Grundstudiumsklausuren mit Durchfallquoten von 50% bis 70% und Notenschnitten, die irgendwo um 4,0 herumkrebsen.

Dass manche einfach nicht für das Studium geeignet sind, ist natürlich ebenso unzweifelhaft. Jedoch treten die Defizite eines Studenten bei hohen Anforderungen stärker zu Tage als bei einem Larifaristudium.

Wie man diesem Dilemma jetzt begegnen soll? Mit niedrigeren Anforderungen während des Studiums oder höheren Hürden beim Studieneinstieg? Mit individuellerer Betreuung oder engagierterer Lehre? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich in fünf Monaten mit dem Studium fertig sein werde und mir um hohe Durchfallquoten keine Gedanken mehr zu machen brauche.

Orangenblüte

pic via wiki

07.02.09 Ankunft in der schönsten Stadt Spaniens. Sonnenschein. Orangenbäume. Flamenco. Tapas. Der Beginn von etwas Großartigem. Ist es wirklich schon zwei Jahre her?

“Wir sind Dienstleister!”

Grube hält S21-Gegnerin Mikrofon unter die Nase

 

Bahnchef Rüdiger Grube war heute an der hiesigen Technischen Universität zu Gast um über das Thema “Die Deutsche Bahn AG – Herausforderungen und Perspektiven” zu referieren.

Es folgte ein insgesamt zweistündiger Vortrag, bei dem Grube mehr als die Hälfte der Zeit mit der Beantwortung der Fragen aus dem Auditorium verbrachte. Sehr interessant, launig vorgetragen, aber leider ein bisschen zahlenlastig. Von den Klimaanlagen, die selbstverständlich in einem Hörsaal, der nach Carl von Linde benannt ist, nicht unerwähnt bleiben durften, bis hin zu den Winterkapriolen, wurden auch die Probleme der Bahn behandelt. Natürlich kam auch hier in München das leidige Thema Stuttgart 21 zur Sprache. Auf dem Foto ist eine S21-Gegnerin zu sehen, die Grube ihre Ansichten vorträgt. Da die gut 400 Zuhörer wohl größtenteils Naturwissenschaftler und Ingenieure waren, hatte die Dame schweren Stand mit ihren Argumenten. Geradezu leid musste sie einem tun, als sie das Gleisfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs als zu erhaltende Frischluftschneise und essentiell für die Luftqualität der Innenstadt bezeichnete, dafür aber nur höhnisches Gelächter erntete.

Grube hat seinen Job mit dem des Fußballbundestrainers verglichen: so wie es 82 Millionen Bundestrainer gibt, scheint auch jeder eine sachkundige Meinung über den Schienenriesen zu haben. Ich denke, der Vergleich trifft es.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Lebenslauf des DB-Chefs wirklich beeindruckend ist: aufgewachsen auf einem Bauernhof und sich von der Hauptschule hochgearbeitet auf den Chefsessel eines der größten deutschen Unternehmen. Damit hebt er sich wohltuend von der Masse der Akademikerkinder ab, die sonst die Vorstände in Erbpacht bevölkern.

Die Überschrift war übrigens ein Ausspruch Grubes, nachdem er einem Studenten das Mikro brachte, da die Organisatoren es nicht fertig brachten zwei Mikros auf zwei getrennten und sich nicht störenden Frequenzen zu betreiben.

Alles in allem eine gelungene, bereichernde Veranstaltung, für die man gerne mal die erste Halbzeit des Bayern-Spiels verpasst.

Das heißt fei Krapfen, Unterschleif und Fleischpflanzerl!

Die Überschrift dieses Posts mag manchem komisch vorkommen und einzelne Worte völlig unbekannt sein, handelt es sich doch um Begriffe, die hauptsächlich in Altbayern verwendet werden. Eben diese Vielfalt der regionaltypischen Ausdrücke versucht der Atlas zur deutschen Alltagssprache der Universität Augsburg abzubilden, indem per Internetumfrage Dialektbegriffe abgefragt und anschließend übersichtlich auf einer Landkarte präsentiert werden. Nachdem nun Leonie bei Miss Carrie auf den Atlas zur deutschen Alltagssprache hingewiesen und bei der Vorspeisenplatte zum Mitmachen ermuntert wurde, möchte ich die Gelegenheit ebenfalls nutzen und die geschätzten Leser auf das Projekt aufmerksam machen, das mittlerweile in die achte Runde geht. Macht doch einfach mit und zeigt wie variantenreich die deutsche Sprache sein kann!

Die Worte der Überschrift wurden übrigens den vorherigen Runden des Sprachatlas entnommen:
fei: Abtönungspartikel, nur im Südosten Deutschlands vorkommend
Krapfen: Berliner/Pfannkuchen
Unterschleif: Benutzung unerlauber Hilfsmittel bei Prüfungen, etwa bei einer Extemporale(!), nur in Bayern bekannt
Fleischpflanzerl: Frikadelle/Bulette

Oh mein Gott…

… bin ich etwa ein Nerd????? Die Anzeichen sind eindeutig!

[hier war mal ein Bild]

Weisheit #9

Die Welt wäre eine bessere, wenn beim Unisport Deopflicht für Männer und Sport-BH-Pflicht für Frauen bestehen würde.

Beobachtungen eines U-Bahnfahrers (3)

Drei Studentinnen sitzen neben mir in der U-Bahn. Keine Etepetete-Studentinnen, sondern ganz normal erscheinend. Alle drei sind offensichtlich gerade dabei ihr Bachelorstudium in Chemie abzuschließen. Und sie unterhalten sich eine geschlagene Viertelstunde darüber, wie man einen Rührteig für einen Kuchen herstellt. Keine hat so recht Ahnung. Seriously? Das weiß sogar ich, wo ich doch nicht mal einen Backofen besitze. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Vielleicht sollte jemand mal wissenschaftlich fundiert untersuchen wie es um die Kuchenbackkompetenz im 21. Jahrhundert unter jungen Leuten bestellt ist.

Derweil schiebe ich die Schuld einfach auf Alice Schwarzer…

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