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Weisheit #28

Q: Ist Kindheit heute langweiliger?

A: Heute aufwachsen zu müssen ist für jedes Kind ein Riesenpech. Die Umwelt ist gnadenlos. Das fängt schon damit an, dass es viel schwieriger ist, ein Schallschutzfenster mit einer Schleuder einzuschießen als ein normales Fenster. Natürlich können Kinder mit viel Mühe auch heute noch irgendwas demolieren, aber die Möglichkeiten dazu sind wesentlich geringer. Und die Städte sind nur noch monoton. In meiner Zeit war das optimal. Wenn ich von Altötting oder vom Schliersee nach München gekommen bin in die Ruinen, das war der Superspielplatz schlechthin. Man kann die Menschen schon entschuldigen dafür, dass sie die Ruinen wieder weggetan haben, aber was sie stattdessen da hingestellt haben, ist unentschuldbar. Jedenfalls den Kindern gegenüber.

“Ich sinnlose vor mich hin…und das mit Begeisterung!” Gerhard Polt spricht über die Langeweile, SZ Magazin, 25.11.2011

Weisheit #27

“Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich.”

Beim Lesen dieses Satzes hat sich ein schrecklicher Trip nach Barcelona aus den hintersten Ecken meines Kopfes wieder nach vorne geschlichen. Stadtrundfahrt derer, die auf dieser Fahrt doch noch ein wenig von der Welt sehen wollten. Per Bus, und eine halbe Stunde die Ramblas auf und ab laufen.

Nein, ich war noch nie in Barcelona.

Weisheit #26

“Sie müssen in der Schule die Fächer belegen und das lernen, was Ihnen an der Universität später nicht mehr beigebracht wird.”

Der Direktor meines Gymnasiums zu uns Schülern am ersten Tag der Kollegstufe(12. und 13. Klasse). Im Nachhinein betrachtet hatte der Mann Recht.

Weisheit #25

Das Wichtigste in einer Bibliothek sind nicht die Bücher – das Wichtigste sind die Lücken dazwischen, denn nur in den Lücken kann die Sammlung wachsen.

aus dem SZ-Magazin vom 27.05.11

Gut, dass meine Bibliothek noch sehr viele Lücken aufweist.

Weisheit #24

“Andi, du schaust ja ganz schön fertig aus.”
“Dann habe ich ja was richtig gemacht, ich war nämlich beim Unisport.”
“Der schaut doch immer so aus!”

Hallo? Da tut man etwas für seine Strandfigur und wird dann auch noch beleidigt. Wie gemein, ich ess’ jetzt ein Eis…

Weisheit #23

“Im Hirschberghaus hing einst, ich habe sie oft gesehen, eine Urkunde an der Wand, die dem Leser in bildschöner Schrift versicherte, daß der Hirschberg zu alten Kaisers Zeiten auch von drei preußischen Prinzen erstiegen wurde; welch ein tüchtiges Herrscherhaus!”

Michael Pause: Münchner Hausberge, 22. Auflage

Jaja, immer diese Preußen in Bayern…

Das Hirschberghaus ist übrigens in meinem letzten Post auf dem zweiten Foto in der rechten unteren Ecke zu sehen und liegt 140 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, von dem das Foto geschossen wurde.

Weisheit #22

“It was one of those March days when the sun shines hot and the wind blows cold: when it is summer in the light, and winter in the shade.”

Charles Dickens, Great Expectations

Weisheit #21

Nicht das quantitative Ausmaß des Abschreibens definiert das Plagiat, sondern die Tatsache, dass einer überhaupt fremde Gedanken stiehlt. Allerdings bleibt dabei rätselhaft, warum er Texte auch aus FAZ und NZZ expropriiert hat. Weder hat es ihm die Arbeit erleichtert, noch ist die Dissertation so besser geworden.

Made me laugh!

via Sein höchstes Gut, Kommentar von Süddeutsche-Chefredakteur Kurt Kister

Weisheit #20

Ein Winter ist erst ein richtiger Winter, wenn ich mindestens einmal unsanft und ungewollt Bekanntschaft mit dem Boden gemacht habe.

Soviel zu vereisten, abschüssigen Gehwegen.

Weisheit #19

In einem bayerischen Wirtshaus in der Schönen Donaustadt, mitgehört am Nachbartisch:

Gast: Ich hätte gerne die halbe Ente. Ist das wirklich eine halbe Ente.
Bedienung: Ja.
Gast: Dann ist das zu viel für mich.

Manchmal fragt man sich schon…

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