Google Street View

In den letzten Monaten ist ja ein wahnsinns Bohei um den von Google vor ein paar Tagen auch in Deutschland gestarteten Dienst Street View gemacht worden. Über das Für und Wider wurde schon viel geschrieben, deshalb nur ganz kurz von mir: Ich finde Street View toll! Nicht nur als Zeitvertreib um einmal virtuell durch mir bisher unbekannte Großstädte zu reisen, nein, es war sogar schon recht nützlich. Als ich während meines Auslandssemesters in Spanien auf Wohnungssuche war, wurden die in Frage kommenden Häuser erst einmal per Street View inspiziert. Sehr hilfreich! Zudem wurden die Leser meines alten Blogs per Street View auf Rundreise durch Spaniens schönste Stadt geschickt.

Die Bilder von München sind ungefähr auf dem Stand von 2008. Richtig nostalgisch wird die Süddeutsche, die eine Fotostrecke gebastelt hat, die man so heute nicht mehr machen könnte: Renaturierung der Isar ist nicht abgeschlossen, das SZ-Gebäude in der Sendlinger Straße steht noch und die neue futuristische Trambahnhaltestelle an der Münchner Freiheit ist gerade im Bau.

Fährt man also durch die Straßen der bayerischen Landeshauptstadt anno 2008, so sieht man natürlich das ein oder andere verpixelte Haus, das deren Bewohner unkenntlich machen ließen. Bei Villen in Bogenhausen oder Grünwald, die sich seit jeher hinter meterhohen Hecken verschanzen, mag das ja noch einleuchten. Man zeigt seinen Reichtum nicht jedem. Wenn aber Häuser in der Innenstadt verpixelt werden, sorry, da fehlt mir jegliches Verständnis. Dort laufen jeden Tag zehntausende Menschen vorbei, die sich nicht die Bohne dafür interessieren, ob die Fensterrahmen jetzt grün, blau oder rosa gestrichen sind. Das ist quasi öffentlicher Raum, da kommt es auf die paar Hanseln von Street View auch nicht mehr an. In Robin Hood Manier habe ich mich deshalb heute trotz Regens auf die Straße gewagt und ein paar Häuser fotografiert. ¡Por la libertad!

Dieses Haus steht z.B. in der Maximilianstraße, eine der teuersten Einkaufsstraßen Europas, beherbergt das Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele und ist bei Street View ab der zweiten Etage verpixelt.

Das nächste Haus ist ebenfalls unkenntlich gemacht und steht eigentlich im Tal unweit des Marienplatzes. Warum der Besitzer das Haus nicht im Internet sehen wollte? Ich denke, es war ihm peinlich. Es ist einfach zu scheußlich.

Dieses Haus steht in der Sendlinger Straße. Unspektakulär. Langweilig. Bei Steet View verpixelt.

Warum lässt man sein Haus verpixeln? Unkenntnis? Ignoranz? Spießertum? Internetausdrucker? Ich weiß es nicht.

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Veröffentlicht in München, Netzwelt, Zeitgeschehen
2 comments on “Google Street View
  1. Hast du die Bilder auch auf Google verlinkt?😉

  2. andi sagt:

    Erst mal ein herzliches Willkommen auf meinem Blog!
    Nein, die Bilder sind nirgends verlinkt, die Gebäude sind allerdings auch nicht verlinkenswert…

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